Gestatten Sie mir, dass ich mich vorstelle:
Hans Theisen, Rechtsanwalt, 53 Jahre, gebürtig in Westfalen,
seit 1991 in Dresden, seit 1986 Anwalt.
DER ANWALT
Den Schwerpunkt meiner Tätigkeit sehe ich in der Beratung.
(weiter: Schwerpunkte)
Seit über 20 Jahren trete ich reglemäßig vor Gericht auf.
(weiter: Prozessstrategie)
Seit meiner Kindheit übe ich mich im Streiten.
(weiter: Berufsphilosophie)
Bei der Beratung wende ich gute kaufmännische Grundsätze an.
(weiter: Kaufmann)
Meine Spezialgebiete sind Arbeitsrecht, Strafrecht und Vertragsrecht.
(weiter: Spezialisierung)
Ich bin staatlich anerkannte Gütestelle.
(weiter: Mediation)
DER MENSCH
Ich wurde am 31.03.1955 in Dortmund geboren.
(weiter: Lebenslauf)
Ich laufe fast 40 km die Woche.
(weiter: Fitness)
Mein Ziel: Jeden Tag eine Stunde Meditation.
(weiter: Yoga)
Das Ziel meiner Beratung und Vertretung liegt nahezu immer in der Vermeidung oder der Begrenzung eines Konfliktes. Meine Kanzlei ist so ausgerichtet, dass ich von dem Prozess, den ich nicht führen muss, mehr profitiere als von einer Auseinandersetzung, die mich über Monate logistisch bindet.
Diese Konzentration auf das Wesentliche oder besser: Eigentliche ist heute nicht mehr selbstverständlich, bietet für Sie aber den Vorteil der Kosten- und Aufwandreduktion. Ein Berater, der strategisch berät und seine Arbeit in diesem Sinn versteht, muss vernetzt arbeiten. Ich arbeite nicht nur gern mit Anwaltskollegen und Notaren zusammen, auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Steuer-, Unternehmens-, Kommunikationsberatern und / oder Psychologen kann ich zum Vorteil meiner Mandanten häufig einsetzen.
Wenn Sie vor der Frage stehen, ob Sie einen Konflikt streitig austragen wollen, brauchen Sie einen Berater, der eine vernünftige Prozessstrategie entwickeln kann. Vor der Frage, ob und wie weit Sie im Recht sind, müssen Sie die Frage beantworten, was Sie der Prozess kostet, was Sie gewinnen und was Sie verlieren können.
Dann: welche Alternativen Sie haben. Dann müssen Sie diese Fragen für den Gegner stellen, damit Sie abschätzen können, wie dieser sich verhalten müsste, wenn er vernünftig beraten wäre.
Und schließlich müssen Sie einkalkulieren, was er tun könnte, wenn er - was häufig vorkommt - nicht vernünftig beraten ist.
Nur wenn Sie so beraten werden, können Sie in einem Konflikt eine souveräne Strategie entwickeln und durchsetzen. Dabei werden Sie immer wissen, was Sie tun und warum Sie es tun und nicht am Ende dastehen und sagen: Ich habe einen Prozess gewonnen, am Ende hat es mir aber nichts gebracht. Eine Beratung, die Ihnen bei der Entwicklung einer vernünftigen Prozess- oder Konfliktstrategie hilft, setzt eins ganz sicher voraus: jahrzehntelange Erfahrung.
Ich war schon auf der Schule ein Streithahn und habe mich immer als Kämpfer, als Krieger gesehen. Wie jeder gute Krieger lernt man mit zunehmender Erfahrung den Frieden zu schätzen. Streitvermeidung, Streitbegrenzung sind deswegen die Zielsetzungen meiner Beratungstätigkeit.
Meine Mandanten müssen ihre Ziele zuerst vor mir vertreten, was nicht immer leicht ist. Dann gehen wir daran, die Strategie für die Auseinandersetzung mit dem Gegner zu entwickeln. In unserer Gesellschaft ist es leider so, dass das Gesundheitssystem von der Chronifizierung von Krankheiten und unser Rechtssystem von der Eskalation von Konflikten lebt. Ich versuche die Deeskalation.
Das gelingt natürlich nicht immer, weil man dazu auch einen klugen Gegner braucht. Ist der Gegner böse, muss man schon einmal die Keule in die Hand nehmen. Aber man muss sie auch wieder einstecken können. Und der Mandant muss lernen, dass er kein Glück erreichen kann, wenn er es auf Kosten eines anderen gewinnen will. Unter der Voraussetzung, dass mein Mandant sich insoweit von mir überzeugen lässt oder gar nicht überzeugen zu lassen braucht, ist es immer wieder eine große Freude, kreative Konfliktstrategien zu entwickeln, die einzig dem Ziel dienen, ein unter diesen Prämissen gutes Ergebnis zu erreichen.
Unser ganzes Rechts- und Wertesystem basiert darauf, dass Kaufmänner (oder -frauen) wirtschaftlich vernünftig handeln. Im Konfliktfall zeigt sich, dass das aber nicht immer funktioniert. Und da Konflikte fast immer mit emotionalen Reaktionen verbunden sind, ist es Aufgabe des juristischen Beraters, den Mandanten zu vernünftigen kaufmännischen Entscheidungen zu verhelfen. Kein (guter) Kaufmann ärgert sich ernsthaft über Fehlschläge, mit denen zu rechnen war. Trotzdem führen vernünftige Kaufleute häufig über enorme Zeiträume Prozesse, die Unsummen verschlingen und gigantische Kräfte binden, ohne jemals eine Kosten-/Risikoabwägung vorgenommen zu haben.
Spezialisierung wird von vielen Ratsuchenden zu Unrecht an erster Stelle abgefragt. Ein guter Kaufmann ist auch selten der, der sich vor allem durch seine Produktkenntnisse auszeichnet. Diese Spezialkenntnisse kommen immer erst an zweiter Stelle. Cheftugenden sind nie in erster Linie Spezialkenntnisse. Genau wie ein Kaufmann weiß, wie der Weg eines Produktes zur Marktreife angelegt sein muss, auch wenn er in seiner Firma nicht einmal die größten Produktkenntnisse hat, weiß der gute juristische Berater, wie man einen Konflikt vermeiden oder austragen kann. Erst dann hilft eine gewisse Konzentration auf bestimmte Gebiete, um hohe Beratungsstandards sicher zu gewährleisten.
Mediation ist zur Konfliktlösung fast immer zu empfehlen. Denn ein Prozess, in dem ein Konflikt schnell und mit dem vorrangingen Ziel der Einigung kommunikativ gelöst wird, ist nahezu jedem Gerichtsverfahren überlegen, das in der Regel lange dauert und häufig auch nur schwer zu kalkulieren ist. Aber selten ist es so, dass zwei Konfliktparteien so vernünftig sind, dass sie sich auf ein Mediationsverfahren einigen. Wenn das der Fall ist, ist der Mediator manchmal schon überflüssig. Ich setze daher mehr auf Konfliktberatung, in dem ich versuche, meinen Mandanten für strategische Überlegungen zu sensibilisieren, um alle Optionen auszuloten.
Mein Vater war ein erfolgreicher Kaufmann. 1895 geboren, zwei Weltkriege aktiv mitgemacht, Auto- und Motorradrennfahrer, BMW-Händler mit über 50 Mitarbeitern, war er vermutlich der, der mir meinen Optimismus geschenkt hat. Meine Mutter, 1912 geboren, gehörte zu jener Generation deutscher Frauen, für die Pflicht immer vor dem Vergnügen kam. Sie steckte mich, gerade Witwe geworden, in ein katholisches Internat in Werne a.d.Lippe, wo ich vermutlich meine Neigung zum Streiten ausgeprägt habe. Nachdem ich dort – Anfang der 70er – das Abitur gemacht habe, habe ich in Bochum erst Philosophie (ganz kurz), dann Kunstgeschichte (auch nicht lange) und schließlich Jura (bis zum Ende) studiert und dann - nach erfolgreichem ersten Staatsexamen - auch dort das Referendariat begonnen. 1986 war ich endlich Anwalt und begann meine Berufslaufbahn – immer noch in Bochum – in einer mittelständisch orientierten Kanzlei, in der ich schon bald Sozius wurde. Zunächst hatte ich meinen Schwerpunkt im Arbeitsrecht, dann im Strafrecht. 1991 eröffneten wir eine Filiale in Dresden und ich habe mich nahezu augenblicklich in die Stadt verliebt. Im Januar 91 war ich zum ersten mal hier. Im März stand mein Entschluss, nach Dresden zu gehen, fest. Seit Juni 91 bin ich Wahlsachse. Von zwei weiteren Sachsen, einem Jungen, 1994 geboren, und einem Mädchen, das mir 1996 geschenkt wurde, leite ich das Recht ab, mich als westfälischen Sachsen bezeichnen zu dürfen.
Sportlich war ich eigentlich immer. Aber mehr theoretisch. Zum Laufen bin ich erst vor zwei Jahren gekommen. Inzwischen laufe ich zwei mal die Woche 10 Kilometer und einmal mindestens 15 Kilometer. Im Oktober will ich einen Halbmarathon in weniger als einer Stunde, 55 Minuten laufen, was für einen Mann meines Alters ordentlich wäre. Zur Zeit (März 08) würde ich vermutlich bei leicht über zwei Stunden liegen. Was das mit meinem Beruf zu tun hat? Hier habe ich Zeit, über Ihren Fall nachzudenken und hier kommen mir oft gelegentlich gute Ideen. Und durch das Laufen bekomme ich soviel Glück und Kraft, dass ich davon genug abgeben kann.
Ich bin katholisch. Wollte lange nichts mehr davon wissen. (Ausgetreten mit 18, wieder eingetreten mit 51.) Lange habe ich gedacht, dass eine streng materialistische Sicht der Dinge ausreicht, um die Welt zu begreifen. Inzwischen glaube ich, dass man die Materie aus sich heraus nicht begreifen kann. In die Kirche bin ich wieder eingetreten, um in dieser Welt zu bleiben. Yoga und Meditieren lernt man allerdings meist wo anders. Der Dalei Lama meditiert jeden Tag fünf Stunden und gilt als ein Ozean der Weisheit. Ich komme nicht einmal auf drei Stunden die Woche. Und von den drei Stunden verschlafe ich sicher auch noch die Hälfte. Trotzdem: Sich vorzunehmen, eine gewisse Zeit am Tag seinen Geist auf ganz positive Dinge zu konzentrieren und an nichts anderes zu denken, ist ein Fitness-Programm für die Seele, was mir gerade für meinen Beruf als Konfliktberater viel Kraft gibt. Sie wollen einen Anwalt haben, der stark ist. Was glauben Sie, wie ein Anwalt seine Stärke trainieren kann? Am Sandsack?